KFZ Steuer berechnen - kurz erklärt!

Viele Autofahrer fragen sich, wie sie die KFZ Steuer berechnen können, da jeder Halter von einem Fahrzeug in Deutschland verpflichtet ist, diese regelmäßig zu bezahlen. Die umgangssprachliche Kurzbezeichnung für diese Steuer lautet: KraftSt.

Grundsätzlich gilt bei der Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland das Verursacherprinzip. Das bedeutet, Autos, Motorräder, Wohnwagen und Lastkraftwagen nutzen die Straßen in Deutschland ab und belasten die Umwelt. Deshalb verpflichtet der Staat Halter von Kraftfahrzeugen durch die Kraftfahrzeugsteuer, für die Instandhaltung des Straßennetzes und Maßnahmen zum Umweltschutz zu bezahlen. Somit handelt es sich bei der Kfz-Steuer um eine zweckgebundene Steuer, die der Sanierung der Infrastruktur sowie dem Erhalt der Umwelt dient. Aber wie kann man nun die KFZ Steuer berechnen?

Umso größer der Schadstoffausstoß eines Fahrzeugs, desto höher fällt die Steuer aus.

Zur Ermittlung der KFZ Steuer dienen weitere Faktoren, welche die Kfz-Steuer-Tabelle zusammenfasst:

KFZ Steuer berechnen - Antriebsart
Antriebsart
KFZ Steuer berechnen - Hubraum
Hubraum
KFZ Steuer berechnen - Schadstoffklasse
Schadstoffklasse
KFZ Steuer berechnen - Leistung
Leistung
KFZ Steuer berechnen - Fahrzeugalter
Fahrzeugalter
KFZ Steuer berechnen - Zulässige Gesamtmasse
Zulässige Gesamtmasse

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur KFZ Steuer

1. Welche Verwendung findet die Kfz-Steuer in Deutschland?

Seit 1. Juli 2009 ist die Kfz-Steuer eine Bundessteuer, deren Verwaltung dem Bundesministerium für Finanzen zufällt. Vor diesem Zeitpunkt handelte es sich um eine Ländersteuer, deren Verwaltung den einzelnen Bundesländern oblag.

Die eingenommenen Steuergelder finden vorwiegend Verwendung, um die Kosten aufzufangen, die der öffentlichen Hand durch die Bereitstellung des Straßennetzes entstehen.

2. Wann kommt der Steuerbescheid für ein zugelassenes Fahrzeug und wie lange gilt dieser?

Nach der Zulassung eines Fahrzeugs folgt die Übermittlung aller steuerrelevanten Daten an die Zollverwaltung, auf deren Grundlage diese den Steuerbescheid erstellt. Der Versand des Steuerbescheids erfolgt voraussichtlich zwei Wochen nach der Zulassung des Fahrzeugs.

Grundsätzlich gilt die Steuerfestsetzung unbefristet (§ 12 Abs.1 Kraftfahrzeugsteuergesetz). Das bedeutet, der erstellte Bescheid, der Höhe und Fälligkeit der Kfz-Steuer enthält, bleibt die folgenden Jahre gültig.

3. Was passiert, wenn ein Steuerpflichtiger nicht zahlt, und gibt es eine Zahlungserinnerung?

Die Nichtbezahlung ist mit Konsequenzen verbunden, weswegen dringend anzuraten ist, die Kraftfahrzeugsteuer pünktlich zu bezahlen. Ansonsten ist das zuständige Ordnungsamt in der Lage, das Fahrzeug stillzulegen. Dazu lässt es die Zulassungsplakette abkratzen. Außerdem funktioniert die Anmeldung eines weiteren Fahrzeugs nicht bei Steuerrückständen.

Zahlungserinnerungen sind heutzutage nicht die Regel. In Zeiten, als die lokalen Finanzämter die Steuer erhoben, war das anders. Diese verschickten Mahnungen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Manchmal landen Mahnungen in Briefkästen von Steuerzahlern, nicht wegen Nichtbezahlung, sondern weil eine Einzugsermächtigung fehlt.

4. Was passiert bei einem abgemeldeten Fahrzeug?

Nach der Abmeldung eines Fahrzeugs versendet die Zulassungsstelle die steuerrelevanten Daten des Steuerfalls an die Zollverwaltung, die einen Abmeldebescheid erstellt. Der Versand des Abmeldebescheids erfolgt wie beim Steuerbescheid in der Regel zwei Wochen nach der Abmeldung des Fahrzeugs. Die Auszahlung von Guthaben erfolgt in den meisten Fällen drei Wochen nach der Abmeldung. Voraussetzung ist, dem zuständigen Zollamt ist die Bankverbindung des Steuerzahlers bekannt. Nimmt Letzterer am SEPA-Lastschriftverfahren teil, erfolgt die Auszahlung automatisch an die angegebene Bankverbindung.

5. Wie lässt sich eine Bankverbindung für Erstattungszwecke mitteilen?

Hierfür benötigt der Steuerschuldner das Formular 3815. Dieses übersendet er dem Hauptzollamt und beachtet, dass er die IBAN und BIC angibt. Aufgrund der Umstellung auf das SEPA-Verfahren lässt sich eine Bankverbindung im Format Kontonummer und Bankleitzahl nicht mehr verwenden. Das bedeutet, die Angabe der BIC und der IBAN ist zwingend erforderlich.

Zu beachten gilt es weiterhin, dass die Überweisung von Guthaben ausschließlich auf eine bekannte Bankverbindung funktioniert. Die Rückzahlung erfolgt weder bar noch über die Ausstellung von Verrechnungsschecks.

6. Wie Änderungen zum Lastschriftmandat und Adressänderungen mitteilen?

Änderungen zum Lastschriftmandat wie eine andere Kontoverbindung sind dem Hauptzollamt mitzuteilen. Dies geschieht entweder über das Formular 032021 oder formlos über E-Mail oder Postbrief. Dabei ist die Kennzeichnung durch den Girokontoinhaber wichtig: „Mit freundlichen Grüßen“, Name des Kontoinhabers. Des Weiteren gilt beim formlosen Anzeigen der Änderung, dass die IBAN nicht fehlen darf. Ansonsten lässt sich keine Änderung vornehmen.

Ändern sich Adresse, Name oder Firmenbezeichnung beim Halter, ist er laut den Bestimmungen der Fahrzeugzulassungsverordnung verpflichtet, dieses der zuständigen Zulassungsbehörde mitzuteilen. Letztere übermittelt die Daten anschließend an das zuständige Hauptzollamt zum Zwecke der Aktualisierung.

7. Kfz Steuer berechnen - Spart ein Elektrofahrzeug Steuern?

Ein Elektroauto bleibt zehn Jahre steuerfrei, wenn die Erstzulassung während eines bestimmten Zeitraums stattfand. Dieser liegt zwischen dem 18. Mai 2011 und dem letzten Dezembertag 2015. Bei einer Erstzulassung zwischen dem ersten Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 gibt es eine Steuerbefreiung für fünf Jahre, nicht für zehn Jahre. Wichtig ist, dass es sich um ein reines Elektroauto handelt. Hybridfahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsmotor zählen nicht zu diesen Fahrzeugen.

8. Hat die Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland mit der Pkw-Maut zu tun?

Ein Gesetz zur Pkw-Maut auf deutschen Straßen hat der Verkehrsminister auf den Weg gebracht und der Bundestag hat es beschlossen. Deswegen sind alle Bundesbürger mit zugelassenen Fahrzeugen verpflichtet, Maut, oder, wie der Gesetzgeber es nennt, eine Infrastrukturabgabe zu bezahlen.

Die Höhe ist abhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. Als Maximalbetrag fallen 130 Euro im Jahr für einen Kraftfahrzeughalter an. Wichtig ist, dass der Gesetzgeber vorhat, die Kraftfahrzeugsteuer um diesen Betrag zu senken. Ab wann das passiert, steht in den Sternen. Der Grund ist, dass die EU eine Ungleichbehandlung von deutschen und nicht-deutschen Autofahrern befürchtet. Deswegen verbleibt Deutschland vorerst ohne Maut und bei den üblichen Kraftfahrzeugsteuern.

Die Höhe der KFZ Steuer berechnen

Alle Autofahrer sind in der Lage, Ihre KFZ Steuer mit unserem bewährten Kfz Steuerrechner leicht und schnell zu berechnen. Wir führen für Sie auf unserer Seite die notwendigen technischen Fahrzeugdaten wie Hubraum und Schadstoffklasse für alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge.

Auf diese Weise ist es nicht mehr erforderlich, dass Sie alle nötigen Daten für die Steuerberechnung im Kopf haben. Wenn Sie einfach eine der folgenden Möglichkeiten nutzen, können Sie schnell und zuverlässig mit unserem Rechner die Höhe Ihrer Kfz Steuer berechnen:

Steuerpflicht und Steuerzahlung

Steuerpflicht entsteht für in Deutschland für zum Verkehr zugelassene Fahrzeuge. Das bedeutet, Halterinnen oder Halter von Fahrzeugen sind ab diesem Zeitpunkt Steuerschuldner.

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Ansprechpartner für die Festsetzung

Die Hauptzollämter in Deutschland sind für die Festsetzung und Erhebung der Kfz-Steuer zuständig. Das bedeutet, sie gelten als Ansprechpartner, wenn es um konkrete Belange bezüglich dieser Steuer geht.

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Kfz-Steuerermäßigungen

Das Kraftfahrzeugsteuergesetz sieht verwendungs-, personen- und fahrzeugbezogene Steuerermäßigungen und Steuerbefreiungen für verschiedene Sachverhalte vor.

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KFZ-Steuer - Aktuelles

Ende Januar 2017 beschloss die Regierung zwei Gesetzentwürfe zur Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer. Diesen zur Folge gibt es eine Entlastung für Pkws der Euro-6-Emissionsklasse.

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