Die Kraftfahrzeugsteuer gehört zu den kompliziertesten Steuerarten, die es in Deutschland gibt. Der Grund dafür ist, dass mehrere Faktoren Einfluss auf die Steuerhöhe haben.

In Deutschland muss jeder, der ein Fahrzeug zulässt, für dieses Fahrzeug eine Kfz Steuer entrichten. Der eigentliche Sinn der Kraftfahrzeugsteuer liegt in der Erstellung und Instandhaltung öffentlicher Straßen. Daher soll jeder, der mit seinem Fahrzeug diese Straßen benutzt, einen Beitrag dazu entrichten. Wie fast überall gibt es auch in diesem Bereich Ausnahmen. Es gibt auch Fahrzeuge, die von der Steuerpflicht befreit sind. Doch dazu später mehr. Zunächst sollte erst mal das etwas komplizierte Kfz-Steuersystem näher beschrieben werden.

Jeder, der sein Fahrzeug bei der zuständigen Zulassungsstelle anmeldet, muss dort auch gleichzeitig eine Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer unterschreiben. Die Zulassungsstelle übermittelt die Daten des Fahrzeugs sowie des Fehrzeughalters an die zuständige Behörde. Mit dem Tag der Zulassung beginnt auch die Steuerpflicht.

Die Steuern für das Kraftfahrzeug werden jährlich im Voraus eingezogen. In den darauffolgenden Jahren wird immer an dem Tag der Zulassung erneut die Steuer eingezogen. Wird das Fahrzeug vor Ablauf des Jahres verkauft oder erleidet es einen Totalschaden, bekommt der Fahrzeughalter den Restbetrag erstattet. Die Mindestdauer der Versteuerung beträgt einen Monat. Wer sein Fahrzeug lediglich für einen Zeitraum von 14 Tagen oder weniger zulässt, muss trotzdem die Steuern für einen Monat entrichten.

Schuldner der Kraftfahrzeugsteuer ist bei inländischen Fahrzeugen immer die Person, die das Fahrzeug für den öffentlichen Verkehr zugelassen hat. Das muss nicht immer der auch der Fahrer des Kfzs sein.

Da die Zulassungsstellen bei der Realisierung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes mithelfen, hat der Halter des Fahrzeugs die Steuererklärung auch bei der Zulassungsbehörde einzureichen. Auch die Anmeldung des Kfzs kommt einer Steuererklärung gleich.

Die für den Ablauf des Besteuerungsverfahrens erforderlichen Informationen werden auf elektronischem Wege an die Finanzbehörde weitergeleitet, welche ihrerseits einen schriftlichen Kraftfahrzeugsteuerbescheid gegenüber dem Fahrzeughalter erlässt. Seit Anfang August 2005 dürfen Fahrzeuge nur noch dann zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen werden, wenn eine Ermächtigung zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer von einem Konto des Fahrzeughalters oder eines Dritten bei einem Geldinstitut erteilt worden ist.

Darüber hinaus ist für die Zulassung ab 01. November 2006 weitere Voraussetzung, dass die Person, auf die das Fahrzeug zugelassen werden soll, nicht mit Kraftfahrzeugsteuer oder hierauf beruhenden Nebenleistungen (Säumniszuschläge, Zinsen) in Rückstand ist.

Bei Neuzulassungen höhere Kfz Steuer aufgrund geänderter Abgastests

In Deutschland kommt ab September 2018 auf Neuwagenkäufer eine höhere Kfz Steuerlast zu. Verantwortlich dafür zeichnet laut dem europäischen Automobilherstellerverband (ACEA) ein neues Verfahren zur Messung des CO2-Wertes. Da in Deutschland beim Kfz Steuer berechnen Hubraum und CO2-Ausstoß ausschlaggebend sind, fallen Steuerbescheide für Neuwagen entsprechend höher aus.

Bereits seit 1. September 2017 gilt EU-weit für alle Fahrzeugtypen das neue Messverfahren „Worldwide Harmonised Light Duty Test Procedure (WLTP). Doch erst der 1. September 2018 wird für Autofahrer zum Stichtag, da ab diesem Datum alle neu zugelassenen Kraftfahrzeuge nach dem WLTP-Standard geprüft werden müssen. Wegen Übergangsregelungen wird erst dann die Kfz Steuer erhöht werden – auch in Deutschland, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums mitteilte: Das neue Testverfahren werde ab dem 1. September 2018 „für alle dann neu zugelassenen Fahrzeuge“ beim Kfz Steuer berechnen zugrunde gelegt. Für alle anderen gilt „Bestandsschutz“.

Da das bisherige Messverfahren NEFZ die Fahrt unter normalen Straßenverhältnissen weniger realistisch abbildete, geht der deutsche Branchenverband VDA von einer Abweichung von 10-15 Prozent aus – der ACEA rechnet sogar mit durchschnittlich 20 Prozent. Laut ACEA herrscht Handlungsbedarf, da es bei einem gleichbleibenden CO2-Besteuerungssystem einzelner Länder zu einer ungerechten Steuerlast bestimmter Verbraucher kommen könnte.

Beispiel: Für ab 2014 zugelassene Autos beträgt der Sockelbetrag beim CO2-Ausstoß 95 Gramm pro Kilometer. Jedes weitere Gramm kostet 2 Euro. Ein gemessener CO2-Wert von 99 g/km würde 8 Euro Aufschlag bedeuten. Laut ACEA ließe sich mit einer Steuersenkung pro Gramm gegensteuern. Der VDA sieht dies in puncto Kfz Steuer ebenso. Lediglich die Bundesregierung will abwarten, bis Daten aus den Tests vorliegen. Ziel sei es jedoch nicht, mehr Steuereinnahmen zu erzielen, sondern vielmehr „eine realistische Messung der CO2-Emissionen zu erhalten“.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur KFZ Steuer

1. Welche Verwendung findet die Kfz-Steuer in Deutschland?

Seit 1. Juli 2009 ist die Kfz-Steuer eine Bundessteuer, deren Verwaltung dem Bundesministerium für Finanzen zufällt. Vor diesem Zeitpunkt handelte es sich um eine Ländersteuer, deren Verwaltung den einzelnen Bundesländern oblag.

Die eingenommenen Steuergelder finden vorwiegend Verwendung, um die Kosten aufzufangen, die der öffentlichen Hand durch die Bereitstellung des Straßennetzes entstehen.

2. Wann kommt der Steuerbescheid für ein zugelassenes Fahrzeug und wie lange gilt dieser?

Nach der Zulassung eines Fahrzeugs folgt die Übermittlung aller steuerrelevanten Daten an die Zollverwaltung, auf deren Grundlage diese den Steuerbescheid erstellt. Der Versand des Steuerbescheids erfolgt voraussichtlich zwei Wochen nach der Zulassung des Fahrzeugs.

Grundsätzlich gilt die Steuerfestsetzung unbefristet (§ 12 Abs.1 Kraftfahrzeugsteuergesetz). Das bedeutet, der erstellte Bescheid, der Höhe und Fälligkeit der Kfz-Steuer enthält, bleibt die folgenden Jahre gültig.

3. Was passiert, wenn ein Steuerpflichtiger nicht zahlt, und gibt es eine Zahlungserinnerung?

Die Nichtbezahlung ist mit Konsequenzen verbunden, weswegen dringend anzuraten ist, die Kraftfahrzeugsteuer pünktlich zu bezahlen. Ansonsten ist das zuständige Ordnungsamt in der Lage, das Fahrzeug stillzulegen. Dazu lässt es die Zulassungsplakette abkratzen. Außerdem funktioniert die Anmeldung eines weiteren Fahrzeugs nicht bei Steuerrückständen.

Zahlungserinnerungen sind heutzutage nicht die Regel. In Zeiten, als die lokalen Finanzämter die Steuer erhoben, war das anders. Diese verschickten Mahnungen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Manchmal landen Mahnungen in Briefkästen von Steuerzahlern, nicht wegen Nichtbezahlung, sondern weil eine Einzugsermächtigung fehlt.

4. Was passiert bei einem abgemeldeten Fahrzeug?

Nach der Abmeldung eines Fahrzeugs versendet die Zulassungsstelle die steuerrelevanten Daten des Steuerfalls an die Zollverwaltung, die einen Abmeldebescheid erstellt. Der Versand des Abmeldebescheids erfolgt wie beim Steuerbescheid in der Regel zwei Wochen nach der Abmeldung des Fahrzeugs. Die Auszahlung von Guthaben erfolgt in den meisten Fällen drei Wochen nach der Abmeldung. Voraussetzung ist, dem zuständigen Zollamt ist die Bankverbindung des Steuerzahlers bekannt. Nimmt Letzterer am SEPA-Lastschriftverfahren teil, erfolgt die Auszahlung automatisch an die angegebene Bankverbindung.

5. Wie lässt sich eine Bankverbindung für Erstattungszwecke mitteilen?

Hierfür benötigt der Steuerschuldner das Formular 3815. Dieses übersendet er dem Hauptzollamt und beachtet, dass er die IBAN und BIC angibt. Aufgrund der Umstellung auf das SEPA-Verfahren lässt sich eine Bankverbindung im Format Kontonummer und Bankleitzahl nicht mehr verwenden. Das bedeutet, die Angabe der BIC und der IBAN ist zwingend erforderlich.

Zu beachten gilt es weiterhin, dass die Überweisung von Guthaben ausschließlich auf eine bekannte Bankverbindung funktioniert. Die Rückzahlung erfolgt weder bar noch über die Ausstellung von Verrechnungsschecks.

6. Wie Änderungen zum Lastschriftmandat und Adressänderungen mitteilen?

Änderungen zum Lastschriftmandat wie eine andere Kontoverbindung sind dem Hauptzollamt mitzuteilen. Dies geschieht entweder über das Formular 032021 oder formlos über E-Mail oder Postbrief. Dabei ist die Kennzeichnung durch den Girokontoinhaber wichtig: „Mit freundlichen Grüßen“, Name des Kontoinhabers. Des Weiteren gilt beim formlosen Anzeigen der Änderung, dass die IBAN nicht fehlen darf. Ansonsten lässt sich keine Änderung vornehmen.

Ändern sich Adresse, Name oder Firmenbezeichnung beim Halter, ist er laut den Bestimmungen der Fahrzeugzulassungsverordnung verpflichtet, dieses der zuständigen Zulassungsbehörde mitzuteilen. Letztere übermittelt die Daten anschließend an das zuständige Hauptzollamt zum Zwecke der Aktualisierung.

7. Kfz Steuer berechnen - Spart ein Elektrofahrzeug Steuern?

Ein Elektroauto bleibt zehn Jahre steuerfrei, wenn die Erstzulassung während eines bestimmten Zeitraums stattfand. Dieser liegt zwischen dem 18. Mai 2011 und dem letzten Dezembertag 2015. Bei einer Erstzulassung zwischen dem ersten Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 gibt es eine Steuerbefreiung für fünf Jahre, nicht für zehn Jahre. Wichtig ist, dass es sich um ein reines Elektroauto handelt. Hybridfahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsmotor zählen nicht zu diesen Fahrzeugen.

8. Hat die Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland mit der Pkw-Maut zu tun?

Ein Gesetz zur Pkw-Maut auf deutschen Straßen hat der Verkehrsminister auf den Weg gebracht und der Bundestag hat es beschlossen. Deswegen sind alle Bundesbürger mit zugelassenen Fahrzeugen verpflichtet, Maut, oder, wie der Gesetzgeber es nennt, eine Infrastrukturabgabe zu bezahlen.

Die Höhe ist abhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. Als Maximalbetrag fallen 130 Euro im Jahr für einen Kraftfahrzeughalter an. Wichtig ist, dass der Gesetzgeber vorhat, die Kraftfahrzeugsteuer um diesen Betrag zu senken. Ab wann das passiert, steht in den Sternen. Der Grund ist, dass die EU eine Ungleichbehandlung von deutschen und nicht-deutschen Autofahrern befürchtet. Deswegen verbleibt Deutschland vorerst ohne Maut und bei den üblichen Kraftfahrzeugsteuern.

Interessante Fakten

So ist Deutschland im vergangenen Jahr 2016 gefahren

Versicherte in Mio

Kraft-Unfall
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Teilksko
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Haftpflicht
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Vollkasko
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Prämien in der Kfz Versicherung

Durchschnittliche
jährliche Kfz-Prämien

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Haftpflichtversicherung und Vollkaskoversicherung

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Durchschnittliche Höhe der Autoversicherung

kann der Unterschied zwischen dem teuersten und günstigsten Tarif für Ihr Fahrzeug betragen

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Kfz-Steuern hat der Staat 2016 eingenommen
Höche der Kfz Steuer

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Wurden 2016 aus der Kfz-Steuer
in den Starßenbau reinvestiert

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Höche der Kfz Steuer berechnen
kostet die Kfz-Steuer im Schnitt
jährlich pro PKW

CO2-Ausstoß von PKW

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Kfz Steuer Diesel
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Ab 2015: CO2-Ausstoß für Neuwagen
darf nur noch 120 g/km betragen.

Kraftstoffverbrauch
je 100 km

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Benzinpreise im Vergleich

Spritpreisentwicklung
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Clever Tanken

Zulassungen in
Deutschland bis 2017

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Günstiger Spritpreis